Am 12. Oktober 1985 erblickte ein Himmelskörper zum ersten Mal das Licht der wissenschaftlichen Welt: der Kleinplanet 7167 Laupheim. Entdeckt wurde er von den renommierten Kometenjägern Carolyn S. Shoemaker und Eugene M. Shoemaker im Observatorium von Palomar in Kalifornien. Vier Jahrzehnte später erinnern wir uns mit Stolz daran, dass dieser kleine Planet den Namen unserer Stadt Laupheim trägt – eine besondere Ehrung, die ihren Ursprung in einem inspirierenden Besuch im Jahr 1998 hat.
Carolyn S. Shoemaker, beeindruckt vom Carl-Zeiss-Planetarium in Laupheim und dem leidenschaftlichen Engagement des ehrenamtlichen Teams, beschloss, den von ihr entdeckten Kleinplaneten nach unserer Stadt zu benennen. Dieser Entschluss spiegelt nicht nur die Faszination für den Sternenhimmel wider, sondern auch die Anerkennung für das Engagement der Laupheimer Amateurastronomen.
Das Ehepaar Shoemaker, weltweit bekannt für ihre bahnbrechenden Entdeckungen im Bereich der Kometen- und Asteroidenforschung, widmete ihr Leben der Himmelsbeobachtung. Ihre Arbeiten trugen maßgeblich zum Verständnis von Einschlagkratern und Asteroidenbahnen bei. Der Kleinplanet 7167 Laupheim wurde von ihnen mit Hilfe moderner Teleskope und sorgfältiger Himmelsdurchmusterungen entdeckt – ein Prozess, der Geduld, Präzision und wissenschaftliche Neugier erforderte.
Im September 1998 besuchte Carolyn S. Shoemaker das Planetarium Laupheim persönlich. Sie war begeistert von der Professionalität und dem Engagement, mit dem das Carl-Zeiss-Planetarium von ehrenamtlichen Kräften geführt wird. Diese Begeisterung fand ihren Ausdruck in der folgenden Widmung:
(7167) Laupheim 1985 TD3. Entdeckt am 12. Okt. 1985 von C.S. und E.M. Shoemaker in Palomar. Benannt zu Ehren von Robert Clausen (geb. 1951) und seinem Team der Volkssternwarte in Laupheim, einer Stadt im Süden Deutschlands. Clausen gründete 1975 einen Verein von Amateurastronomen, „Volkssternwarte Laupheim e.V.“, den er seitdem leitet. Durch die Organisation von astronomischen Wanderausstellungen und zahlreichen internationalen Astronomiemessen machte er Laupheim über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Seit 1990 betreibt Clausen mit seinen ehrenamtlichen Mitarbeitern ein vorbildlich und äußerst professionell geführtes Zeiss-Planetarium und eine Sternwarte, die größtenteils in Eigenleistung erstellt wurden. Widmung verfasst von G. und D. Heinlein auf Anfrage von C. Shoemaker, welche die Laupheimer Einrichtung 1998 besucht hat.
Diese Worte sind nicht nur eine Hommage an Robert Clausen und das engagierte Team der Volkssternwarte Laupheim, sondern auch ein Symbol der internationalen Verbundenheit durch die gemeinsame Leidenschaft für die Astronomie. Möge der Kleinplanet 7167 Laupheim weiterhin ein leuchtendes Zeichen am Himmel und ein Stolz für unsere Stadt sein.